Allgemeine

intensivmedizinische Telekonsile

In Deutschland werden pro Jahr ca. 2 Millionen Menschen aufgrund von lebensbedrohlichen Erkrankungen oder Verletzungen intensivmedizinisch versorgt. Sie brauchen eine besonders intensive Überwachung und Behandlung durch ein multiprofessionelles Team.

Um die spezialisierte medizinische Versorgung weiter zu optimieren, sind im Oktober 2023 „Zentren für Intensivmedizin“ in die Zentrums-Regelungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) aufgenommen worden. Diese Institutionen haben das Ziel, den Austausch zwischen den verschiedenen Fachbereichen zu fördern, was eine optimierte Patientenbetreuung ermöglicht und die Sicherheit sowie die Behandlungsqualität in der Intensivmedizin erhöht. Hier ist Telemedizin das Mittel der Wahl. In Telekonsilen wird das Expertenwissen aus der Spitzenmedizin für die Häuser der Allgemein- und Grundversorgung verfügbar gemacht. 

Das Virtuelle Krankenhaus NRW bietet nun in einem zeitlich begrenzten „Modellprojekt“ mit den ersten Universitätskliniken allgemeine intensivmedizinische Telekonsile an. Damit können notwendige Strukturen und Prozesse vorbereitet werden, bis die Ausweisung der entsprechenden Zentren durch das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium erfolgt. Durch das Modellprojekt werden keine Vorfestlegungen der Entscheidung über etwaige spätere Zentrumsausweisungen getroffen.

Telekonsil zu COVID-19

Vorteile von allgemeinen intensivmedizinischen Telekonsilen

Die Förderung leitliniengerechter Diagnostik und Therapie für Patient:innen, die z.B. in Folge eines Traumas, eines Organversagens oder einer Sepsis kritisch erkrankt sind, steht im Mittelpunkt der angebotenen Leistung. Telekonsile können hier einen entscheidenden Beitrag zu einer hochqualitativen Patientenversorgung leisten.

Patienten- und Versorgungsnutzen allgemeiner intensivmedizinischer Telekonsile ist messbar und nachgewiesen

Große, nationale, multizentrische Studien, so auch das Innovationsfondsprojekt TELnet@NRW, haben nachgewiesen, dass Telemedizin die Behandlungsqualität in der Intensivmedizin verbessert. Telekonsile leisten einen erheblichen Beitrag in der frühzeitigen Erkennung schwerer und lebensbedrohlicher Krankheitsbilder, wie z.B. das akute Lungenversagen oder die Sepsis.

Rund-um-die-Uhr unkomplizierter Zugriff auf Expertise

Ein intensivmedizinisches Telekonsil ermöglicht Ihnen als Behandler den unkomplizierten Zugriff auf die Behandlungsexpertise eines Zentrums: 24/7 steht ein Experte für Fragen zu Ihren schwerst erkrankten Patient:innen zur Verfügung.

Multiprofessionelles Team

Die Beratungsleistung erfolgt durch ein multiprofessionelles Team aus berufserfahrenen Tele-Intensivmediziner:innen, Tele-Pharmazeut:innen und Tele-Infektiolog:innen.

365 Tage Zugriff auf intensivmedizinisches Telekonsil

An 365 Tagen im Jahr haben Sie über die Plattform des VKh.NRW rund um die Uhr Zugriff auf ein allgemeines intensivmedizinisches Telekonsil. Wir kommen mit Ihnen über eine durch die kassenärztliche Bundesvereinigung zertifizierte Audio-Videokommunikationslösung in Kontakt. Die Dokumentation des Telekonsils erfolgt über eine elektronische Fallakte Ihrer Wahl.

Unsere Beratungsschwerpunkte sind:

  • Intensivmedizinische Versorgung nach Trauma
  • Leitliniengerechte Diagnostik und Therapie des akuten Lungenversagens
  • Diagnostik und Therapie des akuten Rechtsherzversagens
  • Beatmungsentwöhnung
  • Leitliniengerechte Diagnostik und Therapie der Sepsis
  • Prüfung der Indikation zu einer Zentrumsverlegung, ggf. Organisation einer Zentrumsverlegung

Telekonsil anfragen

Nutzen Sie die Expertise unserer Partner als Ergänzung zu den Kompetenzen vor Ort. Damit erhalten Sie schnell und niederschwellig die kollegiale Unterstützung in besonders komplexen Behandlungssituationen. Folgende Partner mit langjähriger Erfahrung in der Behandlung von komplexen indikationsspezifischen Behandlungsfällen stehen Ihnen als Konsilpartner zur Verfügung: